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Und urplötzlich…

haben wir einen Krippenplatz. Das kam so ziemlich aus dem Nichts. Ich hatte durch Zufall noch eine Krippe gefunden, die anscheinend einen Platz frei hatte. Auf Nachfrage ergab sich, dass es sich um einen Platz von 2 Tage a 10 Stunden handelte. Nützt so herzlich wenig, sowohl mir als auch dem Hexlein. Nur zwei Tage und dann so lange, ne. Ausserdem käme sie so gar nicht richtig ins Gruppengeschehen rein, von Ausflügen und anderen Aktivitäten mal ganz zu schweigen. Für mich geht es in dem Zusammenhang allerdings auch um Geld, namentlich Anspruch auf ALG. Den habe ich nämlich in dem Moment, wo ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe. Das große Aber dabei ist, dass ich einen Vollzeitplatz brauche, weil ich Vollzeitbetreuung nachweisen können muss. Immerhin muss ich in der Lage sein gegebenenfalls eine Vollzeitstelle annehmen zu können. Ob mich jemand nimmt, wenn ich feste Bring- und Holzeiten hab, das steht auf einem anderen Blatt. Dem Gesetzgeber geht es da, mal wieder, nur darum, was in der Theorie möglich wäre. Unsinnig, aber allzu bald wird sich da wohl auch nichts ändern.

Die Krippe an sich macht einen guten Eindruck, ein paar Sachen möchte ich noch persönlich besprechen, dafür gehen wir nächste Woche nochmal direkt hin. Mir geht es vor allem um Dinge wie das Wickeln mit Stoffwindeln. Das will ich vorher einfach abgeklärt bzw. erklärt haben, nicht jeder weiss gleich, wie das läuft. Es wird bei uns ohnehin auf Pocketwindeln mit Klettverschluss hinaus laufen, die sind ebenso einfach anzulegen wie normale Wegwerfwindeln. Nur, dass ich dann halt jeden Tag den Wetbag mit den nassen Windeln mit heim bekomme. Stört mich nicht, der Wetbag hält gut dicht, was den Geruch betrifft. Für die Eingewöhnung haben wir vier Wochen Zeit, das ist mehr als in vielen anderen Einrichtungen, wo das Ganze möglichst nach zwei Wochen durch sein muss. Heisst für mich, das Hexlein hat genug Zeit dort warm zu werden. Die ersten drei Monate gelten als Probezeit, in dieser Zeit haben wir eine recht kurze Kündigungsfrist, danach sind es drei Monate zum Monatsende. Im Vergleich zu unserer ursprünglichen Wunschkrippe (dort ginge eine Kündigung immer nur zum Ende des jeweiligen Krippenjahres) perfekt für den Fall, dass sie sich doch nicht wohl fühlen sollte.

Grundsätzlich habe ich ein gutes Gefühl bei der Sache. Ich bin mir auch sicher, dass es dem Hexlein gefallen wird, zumal sie sich dort auch gut austoben kann. Ein wenig überrumpelt bin ich, dass es jetzt doch so schnell ging. Ich bin froh, um die Zeit, die wir jetzt zusammen hatten und zusammen haben. Wenn es mit der Eingewöhnung los geht ist sie knapp 16 Monate alt. So groß ist sie schon, meine Kleine. Und groß will sie auch sein. So gern ich sie zuhause habe, so gern ich sie um mich habe, ich spüre selbst, dass wir da langsam an eine Grenze kommen. Vor allem auch, weil die ansatzweise vernünftigen Freizeitangebote eben doch erst mit zwei oder drei Jahren starten.

Dennoch, es ist ein wenig bitter-süß. Ja, mir eröffnen sich dadurch einige Möglichkeiten. Ja, auch fürs Hexlein kann sich einiges tun und ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass sie dort Spaß haben wird. Die Zeit ist so unglaublich schnell vergangen. Vor einem Jahr war sie noch so miniwinzig, wir hatten grad unsere Stillprobleme besiegt und alles schien noch so ganz weit weg. Und jetzt ist sie so groß, nicht mehr miniwinzig, nicht mal mehr winzig kann ich sie nennen. Ihr Charakter prägt sich immer mehr aus, sie kann so super kommunizieren, obwohl sie grad erst eine Handvoll Worte kann. Es ist so unglaublich toll zu sehen, wie sie sich entwickelt. Und jetzt ist es offenbar einfach Zeit für den nächsten Schritt in Richtung Selbstständigkeit.

7 thoughts on “Und urplötzlich…

  1. Bringen zwischen 8 und 8:30 holen zwischen 15 und 15:15. Hätte auch früher bringen machen können, aber um 7:30 war mir dann zu früh. Will schon noch in Ruhe mit ihr frühstücken können. Wenn ich um 8 bringe und 15:15 hole sind das etwas über 7 Stunden. Vollzeitarbeit geht ab 30 Std los, würde also passen. Ich will allerdings am liebsten nur 25 Std arbeiten, damit ich selbst auch nicht zu platt bin. Mal sehen, wie sich dass dann alles einlässt. Aktuell wäre eine für mich passende Stelle ausgeschrieben, mal sehen, ob die in ein paar Wochen noch da ist.

  2. Es gibt theoretisch die Möglichkeit vom JA bezuschusst zu werden, teilweise wird sogar der komplette Beitrag übernommen. Hab das JA schon kontaktiert, dass ich den Antrag brauche. Wir sind ja am Dienstag auch in der Krippe werde auch die Leiterin mal fragen, die wissen da meistens auch Bescheid. Ja, maximale Zeit 35 Std. Je nachdem wie mein Gatte dann arbeitet, kann er sie ja auch holen und bringen, so dass es vielleicht auf 8:30 bringen und 15 uhr holen hinaus läuft (das sind dann 30 Std die Woche).

  3. Oh ich kann das gerade so gut nachempfinden – bei uns geht die Kita auch bald los. Eh mal erst gemächlich und es freut mich auch sehr, dass wir den Platz haben – ihm neue Lern- und Spielmöglichkeiten und Kontakte ermöglicht werden, ich wieder arbeiten kann. Doch es hat auch was von Abschied. Die ganz süße kleine Zeit ist vorbei, als Mama und er daheim waren. Ich sitze ebenfalls mit einem weinenden und einem lachenden Auge da! Ich denke, so geht es wohl fast jeder Mutter.
    Puh, evtl eine Vollzeitstelle? Na das ist ja auch was. Sehr familienfreundlich!

    1. Na das unsere Gesetzgebung nicht familienfreundlich ist, das haben wir glaube ich alle irgendwie schon gemerkt. Vollzeit sind allerdings auch schon 30 Std.pro Woche, von daher könnte keiner was sagen.
      Irgendwie ist es komisch, dass diese Zweisamkeit jetzt so plötzlich ändert, aber es ist auch gut. Und wie so vieles im Leben, es ergibt sich immer dann etwas, wenn die Zeit dafür reif ist, nicht, wann es mir selbst passt.

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