WMDEDGT – 5.Monats

Yeay, es ist wieder soweit und ich kann wieder mitmachen: Es ist der 5. des Monats, Zeit für Tagebuchbloggen a la Frau Brüllen.

Ein bisschen habe ich es doch vermisst. Nicht, weil unser Alltag so super spannend ist, aber ich stöbere einfach auch so gerne im Alltag anderer. Und da wir ja 4 Wochen lang kein Netz hatten, konnte ich das nicht. Aber nun endlich haben wir eine Lösung gefunden, müssen wir nur noch den aktuellen Anbieter los werden (da sich da niemand rückt, haben wir die Bundesnetzagentur eingeschaltet). Aber das ist gerade auch egal, hier geht es dann doch endlich mal wieder um den stinknormalen Alltag bei uns.

Der Tag beginnt um 6 Uhr, die Gewitterhexe hat ausgeschlafen, sitzt im Bett und erzählt: Kuschelkissen. Nuckel, blau. Mama Decke gr0ß. Kuscheldecke klein. Nix mit kuscheln, darauf will sie sich heute gar nicht einlassen. Gut, Papa hat frei und ist da, da würde ich auch nicht wollen. Ich darf noch etwas liegen bleiben, werde dann um viertel vor 8 unsanft von den Bauarbeiten am Haus geweckt. Die Fassade wurde gereinigt und wird jetzt gemalert. Was man da dauernd sägen und hämmern muss, keine Ahnung, aber gut. Also aufstehen, Kaffee aufgiessen und überlegen, was man heute so anstellen kann. Allerdings haben wir um 14:30 einen Termin, so dass es nichts größeres sein kann.

Ich schreibe Bewerbungen, die Hexe gugt Bücher an oder wuselt einfach durch die Gegend. Gegen 11 Uhr gehe ich zum Briefkasten, denn ich habe der Hexe einen LÜK Kasten bestellt. Aus der Bücherei haben wir zwei Hefte dafür mitgenommen. Bambino LÜK gibt es ja schon ab 2 Jahren. Das LÜK-Prinzip hat sie recht schnell verstanden und den Kasten dann intensiv bespielt. In der Zeit machte ich mich dann langsam ans Mittagessen. Gegen 12:30 aßen wir dann, es gab eine Asia-Nudel-Bowl. Um 13:30 machen wir uns fertig, denn wir haben um 14:30 einen Termin bei einer Tagesmutter. Diese wohnt nur 2 Tram-Haltestellen entfernt und hat ab September einen Platz frei. Wir haben lange überlegt, was wir machen, aber da wir nun zum einen erstmal nicht umziehen und zum anderen deutlich wird, dass die Hexe gern mehr Kontakt zu anderen Kindern hätte, bietet sich eine TaMu an.

Der erste Eindruck ist sehr nett und die Hexe fühlt sich direkt wohl. Sie spielt auch mit der Tagesmutter und animiert diese, weiter mit ihr zu spielen, während wir uns unterhalten. Das überrascht uns etwas, eigentlich fremdelt sie aktuell etwas. Für uns ist es ein enorm gutes Zeichen. Wir fragten sie anschliessend, ob sie wieder kommen und spielen will, was mit „spielen, ja“ beantwortet wurde. Da wir beide auch ein gutes Gefühl haben, haben wir uns entschieden im September mit ihr zu starten, so es mit dem Platz klappt.

Nach diesem Besuch, der bis etwa 15:45 dauert, gehen wir noch schnell einkaufen, Obst und Windelslips. Hexe will Erdbeeren, es gibt aber keine. Also kaufen wir Kirschen und Pfirsiche. Windelslips sind ein Deal, den wir heute ausgemacht haben. Sie will eigentlich keine Windel, allerdings klappt es, nach einer langen Pause, wo gar kein Interesse war, nicht so wirklich gut. Da ich es nicht schön finde, wenn sie dauernd in einer Pfütze steht, haben wir besprochen, dass wir diese Windeln nehmen. Dann kann sie immer noch Bescheid geben, wenn sie es merkt, steht aber nicht gleich in einer Pfütze, wenn doch nicht, weil sie gerade spielt. Auf dem Heimweg nickt sie dann im Buggy ein. Wir lassen sie etwas zuhause schlafen und wecken sie dann. Da sie schnell wach wird, ist klar, dass sie vermutlich ohnehin nur kurz Energie getankt hat. Dann isst sie etwas und darf ein bisschen Micky Maus Wunderhaus schauen. Da sie allerdings immer wieder enorm rum gähnt, wird sie um 18:00 wieder fertig fürs Bett gemacht. Sie will auch schlafen, reisst sich jedoch selbst immer wieder heraus, wenn sie weg nickt. Gut, war doch einiges los, das verarbeitet werden will.

Meinen Abend lasse ich mit duschen und dem selbst gemachten Obazda mit Breze ausklingen.

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WMDEDGT – 5. des Monats – Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen fragt uns wieder einmal: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

5:50 der Wecker klingt, aka die Gewitterhexe ist wach, hat Hunger und „KACKA!“ Also nix mit noch ein bisschen kuscheln, da ist sofort aufstehen angesagt. Also aufstehen, Windel und Schlafanzug aus. Sie besteht darauf wieder eine Windel anzuziehen, ok, also eine neue an. Dann gibt es Frühstück. Anschliessend will Hexe CD hören. Und dann doch lieber Die Sendung mit dem Elefanten und Sesamstraße schauen. Meinethalben, kann ich noch was Kaffee trinken. Ja, ich nutze den TV dafür. Schande über mich. Andererseits, sie hängt ja nicht nur davor.

Wo wir beim Thema sind. Direkt nach der Sesamstraße, also ca. 8:30 hält sie mir die Schuhe hin „Rausgehn“. Meinethalben, das Wetter sieht passabel aus. Da es in der Nacht geregnet hat, bekommt sie die Gummihalbschuhe (quasi knöchelhohe Gummistiefel) und Regensachen an. Dann kann sie wenigstens in die Pfützen. Da wir noch Milch brauchen, gehen wir noch einkaufen. Unterwegs läuft sie erstaunlich viel, bin ich so gar nicht gewohnt. Immer mal wieder will sie Vögel „kuscheln“ (alles was sie mag wird gekuschelt). Meine Pionierblase und ich besuchen, wie irgendwie immer, im e-center noch das WC. Am Spielplatz ist halt nichts und mal eben heim gehen zum Pieseln und wieder kommen eben auch nicht. Im WC wird die Hexe, mal wieder, angesprochen. So klein und schon so toll laufen und sprechen. Ich finde etwa 81 cm jetzt nicht mehr klein und sie wird nächsten Monat zwei. Vielleicht wirkt sie durch die weiten und langen Regenklamotten kleiner? Ob sie wohl auch noch so toll wäre, wenn die Frau gewusst hätte, wie alt sie ist? Ich gehe mal davon aus, dass zumindest alle gesunden Kinder mit 2 Jahren „gut laufen“.

Nach dem Einkaufen, etwa 10 Uhr, sind wir dann auf dem Spielplatz.

Ausser uns nur eine Mutter mit ihrem Sohn, ca. gleiches Alter, vielleicht ein paar Monate jünger. Während ich meine Plattfüße auf der Bank ausruhe und die Hexe über den Spielplatz flitzt, wird das andere Kind permanent von seiner Mutter verfolgt und bespielt. Kann man sein Kind nicht einfach mal selbst spielen lassen? Es dauert nicht lange und die Mutter will wieder gehen (warum geht man dann überhaupt auf den Spielplatz). Das Kind will nicht. Irgendwie bekommt sie ihren Jungen bezirzt, dieser will der Hexe eine Schaufelrad wieder aufstellen und ihr die Schaufel geben, mit der er gespielt hat. Für mich von weitem eindeutig zu erkennen. Hexe schaut zu, was der Junge macht. Spielzeug hinstellen mit etwas in der Hand, wir kennen es alle, die Schaufel gerät „gefährlich“ nahe an Hexes Gesicht. Sie störts nicht, mich auch nicht. Die Mutter schon „Nein, nicht mit der Schaufel hauen!“ Hexe ist irritiert und kommt halb weinend zu mir gelaufen. Dass sie sich auch immer angesprochen werden muss. Der Bub wird geschimpft und heim geschleppt, dabei hat er gar nichts verbrochen. Ich drücke mein Kind, sage ihr, dass alles OK ist und frage, ob sie noch bleiben will. Da die anderen ja nun weg sind, will sie natürlich. Es zieht sich zu, ich will gehen. Hexe will nicht. Wir machen einen Deal: zweimal balancieren, dann nach Hause. Unterwegs wieder Pfützen. Und eine Weinbergschnecke. „Kuscheln.“ „Nein“, sage ich. „Die mag das nicht, nur anschauen.“ Die Hexe nickt „Angucken.“ und zeigt auf ihre Augen. Kluges Kind. Kurz danach klettert sie freiwillig in den Buggy. Sie will noch etwas knabbern. Wer so viel gelaufen ist und gespielt hat, darf auch snacken. Kurz bevor wir zuhause sind, schläft sie dann doch im Buggy ein. Im Grunde praktisch, normal würde ich sie hoch schaffen und ins Bett packen. Dummerweise kann die Nachbarin aber nicht warten, bis ich sie aus dem Buggy habe und klappert an den Briefkästen, vor denen direkt der Buggy steht, herum. Kind wird natürlich wach. Hochtragen, frische Windel, ich versuche sie hinzu legen, es ist ohnehin 11:30, eine halbe Std. über ihrer Zeit. Das Telefon klingelt. Hmpf. Nix mit schlafen. Mein Mann hat ein Timing… Die Hexe will mit Papa und Oma telefonieren und brabbelt irgendwas ins Telefon. Tobt aber auch auf dem Sofa und vor allem kneift sie. Eindeutig müde, sonst macht sie das nicht. Nur wenn sie übermütig wird durch die Müdigkeit. Also Kind nochmal eingesackt und ins Bett gesteckt. Es dauert, aber dann schläft sie anderthalb Stunden. In der Zeit mache ich Mittagessen und komplettiere den Freitagsfüller. Nach Schlaf und Mahlzeit telefonieren wir nochmals mit meinem Mann. Dann will die Hexe nochmal raus. Ich denke, dass sie nochmal zum Spielplatz mag. Doch auf der Hälfte des Weges klettert sie wieder in den Buggy „Hause.“ Ok, gehen wir zurück. Bei uns ist auch ein Sandkasten mit Schaukel und Rutsche. Da möchte sie gern hin. Auch gut. Rutschen hat es ihr grad ohnehin angetan. „Enmal“ oder „Nochma“ ruft sie und klettert wieder hoch. Vor dem Rutschen wirft sie Blütenblätter, die herum liegen, runter. Warum auch immer. Sie legt auch immer Sand auf die Schaukel, bevor sie das erste Mal drauf will. Einmal rutscht sie mit dem Fuß zwischen die Sproßen des Klettergerüsts zur Rutsche (ist eine Schräge). Erst will sie weinen, doch bevor ich da bin (ich stand fast direkt daneben), besinnt sie sich und zieht das Bein allein wieder zurück. Ich bin erstaunt. Einen blauen Fleck wirds wohl trotzdem geben.

Nach etwa einer halben Stunde gehen wir wieder hoch. Es ist mittlerweile viertel vor 5 (wo ist eigentlich der Tag hin?). Wir telefonieren nochmal kurz. Dann möchte die Hexe noch etwas Gurke und Apfel essen. Beides total in, ich kaufe derzeit jeden zweiten Tag eine neue Gurke. Dazu schauen wir, wie jeden Abend, Zoogeschichten zum Ausklang. Während dessen beginnt sie schon ihre Tiere immer wieder hinzulegen und zu zudecken. Kind ist eindeutig müde. Also vereinbaren wir, wenn die Sendung zu ende ist, gehts ins Bett. „Ende. Ausgangen.“ kommentiert sie das Ende der Sendung und abschalten des TVs. Sie lässt sich ohne Theater fertig machen (setzt sich sogar von allein auf die Wickelunterlage). Einschlafen fällt schwer. Soviel erlebt heute. Sie will immer wieder darüber reden. Dazwischen Wasser trinken. Vor allem dann, wenn sie schon fast eingeschlafen ist. Meine Geduld schwindet. Das sage ich ihr auch. Und auch, dass sie müde ist und dass es in Ordnung ist, jetzt müde zu sein und zu schlafen. Dann schläft sie ein, es ist 18:45.

Ich schaue Fußball, esse die Reste vom Mittag. Vermutlich telefoniere ich später nochmal mit meinem Mann (es ist so ätzend, wenn man sich 7 Tage nicht sieht). Und dann werde ich ins Bett gehen. Es ist dann etwa 21 – 21:30 Uhr. Gute Nacht.

Mehr Alltagsgeschichten findet ihr hier.

WMDEDGT – 5. des Monats – Tagebuchbloggen

Tja, da hatte ich mir was tolles ausgedacht und dann sagt WordPress: Datei zu groß. Mäh. Ernsthaft? Mein Plan war Euch über den Tag verteilt kleine Videos zu machen. Wäre mal was anderes als reiner Text und dann, nö. Mehr als 100 MB darf das Video nicht haben. Doof. Aber woanders hochladen und dann verlinken, ne, das ist mir grad nix. Einfach, weil die Themen derzeit doch sehr persönlich sind. Also dann doch die gute alte Art.

Mehr Alltagsgeschichten gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Der Tag beginnt mit einer Unterbrechung des Nachtschlafs irgendwann zwischen 2 und 3 Uhr nachts. Die Hexe möchte stillen. Da sie sich ziemlich warm anfühlt, lasse ich sie. Von wegen abgestillt, aber das hatte ich kürzlich schon festgestellt. Gerade mit Fieber braucht sie nachts nicht nur viel Nähe, sondern eben auch den kleinen Energieschub. Hilft besser als jedes Fieber- oder Schmerzmittel und ich muss nachts kein Licht machen dafür. Nach stillen und einigem Gewurschtel schläft sie dann weiter.

Ich wache gegen 6 auf. Aufstehen müsste ich um 7, weil ich um 8 los muss. Meiner Betreuerin beim Amt ist so nach 4 Monaten mal aufgefallen, dass sie mich mal wieder sehen möchte. In der Zeit habe ich keinen einzigen Vermittlungsvorschlag erhalten, obwohl es genug ausgeschriebene Stellen gibt, auch in der Datenbank des Amtes. Dass mich keiner nimmt, weil ich zeitlich gebunden bin, naja, anderes Thema. Auch ansonsten eher Marke „Mir egal, so lange ich nen Zettel hab“, war das Gespräch kurz. Umzug für sie nachvollziehbar. Unterstützung gibt es da ja auch keine, also beim Wohnung finden. Vermutlich nicht mal mit dem Umzug, es sei denn, ich kann dann auch einen Arbeitsvertrag vorweisen.

Danach gehe ich noch Windeln und Waschmittel kaufen. Gegen halb 11 bin ich wieder zuhause. Mann und Kind sind draussen, mein Mann teilt mir per SMS mit, dass sie spazieren sind und die Hexe im Buggy schläft. Und, dass er sich mit seinem Vater gestritten hat. Ärgerlich. Mein Schwiegervater ist ein ziemlicher Hitzkopf und nachtragend dazu. Hat wohl recht deutlich gemacht, dass er weder mich, noch die Hexe im Haus haben will, auch nicht übergangsweise (so dass ich tatsächlich erst Arbeit suchen kann, wenn wir eine Wohnung haben). Tja, das kommt davon, wenn man Widerworte gibt und Grenzen wahrt. Immerhin weiss ich so, woran ich bin. Was Konsequenzen haben wird.

Gegen halb 12 kommen die beiden wieder. Hexe eher mäßig gelaunt und irgendwie noch nicht so richtig ausgeschlafen. Also probiert es der Papa nochmal mit schlafen, obwohl die Gewitterhexe, die momentan diesem Namen wieder alle Ehre macht, jegliche Müdigkeit dementiert. Deswegen schläft sie auch innerhalb weniger Minuten.

Wir unterhalten uns noch eine Weile über das Telefonat mit meinem Schwiegervater und generell über das Zusammenleben als Menschen, über Familien in der Gesellschaft und so weiter. Der Grund für den Anruf bei seinen Eltern war, dass er heute eine Einstellungszusage für den 19.04. bekommen hat. Dafür war er am Montag probe arbeiten. Er hätte was anderes gehabt, doch diese Stelle sagt ihm einfach mehr zu. Und wir haben noch ein kleines bisschen Luft in Bezug auf einen Umzug. Wir beschliessen, dass wir darauf eigentlich anstoßen könnten. Also tigere ich, während das Kind schläft zum Getränkemarkt.

Als ich kurz nach 14 Uhr wieder komme, sitzt mein Mann mit der Hexe im Arm auf dem Sofa. Selbige befindet sich noch im Halbschlaf, linst nur ab und an mal durch die halb offenen Augen. Eine halbe Stunde später ist sie dann doch richtig wach. Bei Mama sein mag sie nicht, lieber mit Papa kuscheln. Gut, dann gehe ich eben den Schrank ausräumen. Die Hexe hat nämlich einen Satz in die Länge gemacht, ich darf wieder aussortieren. Hosen in 92 und Oberteile in 86 rein. 86 bzw. 80 ist zu kurz. Der Schlafanzug, den sie von meiner Schwiegermutter bekommen hat, passt auch nicht mehr so recht, obwohl neu und auch in Größe 86/92. Haben halt nicht mit den langen Haxen meiner Tochter gerechnet (woher auch immer sie das hat ^^).

Die Laune der Hexe wird zusehends schlechter. Bei jeder Kleinigkeit gibt es einen ausgewachsenen Wutanfall mit Kreischerei, dass es einem in den Ohren weh tut. Es ist echt nicht leicht, so klein zu sein. Wir sind da, begleiten, bieten Nähe an. Irgendwann legt er sich, bis der kleine Wutzwerg bei der nächsten Gelegenheit heraus kommt. Man merkt manchmal allerdings sehr genau, dass die Wut nachlässt, wenn man darauf kommt, warum sie sauer ist.

Um 18 Uhr wird sie bettfertig gemacht. Weniger, wie sonst, auf eigenen Wunsch, sondern weil sie einfach offensichtlich müde ist. Darf seit einiger Zeit alles nur der Papa machen. Gut, entlastet mich. Und, je nach dem, was sich demnächst ergibt, muss sie sich ohnehin bald über längere Zeiträume mit mir zufrieden geben. Von daher soll sie die Zeit ruhig ausgiebig mit dem Papa nutzen. Sie geniessen es ohnehin beide.

Die Hexe wird in den Schlaf begleitet (oder gekuschelt, das mag sie nicht immer). Ich werde mir etwas zu essen machen. Im TV läuft Fußball. Wenn mein Mann vom Kind ins Bett bringen wieder ins Wohnzimmer kommt, stoßen wir mit einem Bier an und lassen den Tag ausklingen.

5. des Monats – WMDEDGT? – Tagebuchbloggen

Es ist der 5. des Monats und wieder Zeit für die Frage aller Fragen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Ins Leben gerufen hat diese Aktion Frau Brüllen, dort gibt es noch viel mehr tolle Alltagsgeschichten.

Ich kleiner Cheater verblogge mal ganz frech unseren gestrigen Tag. Sonntags ist hier nicht viel los, typischer Fußball-Sonntag, da gibts nichts zu berichten (und ein Beitrag wäre für Euch einfach nur mörderlangweilig). Und gestern, da haben wir das schöne Wetter ausgenutzt und waren im Zoo. Aber von vorn.

Der Tag beginnt um 6:30, die Gewitterhexe hat tatsächlich mal länger als bis 5 geschlafen (obwohl sie sonst nach dem frühstmorgens Stillen nicht nochmal so lange schläft). In der Früh hatte sie sich heiß angefühlt, das schien sich durchs nochmalige Einschlafen gelegt zu haben. Mein Mann steht mit ihr auf, ich darf noch liegen bleiben. So lange er (zwangsläufig) daheim ist, nutze ich den Luxus. Ich darf grad sowieso nichts machen, nur der Papa (ausser Stillen und nachts zum Ankuscheln bereit liegen 😉 ). In absehbarer Zeit wird er wieder unmögliche Schichten haben, da nutze ich die Ruhe, die ich bekommen kann.

Gegen 8 Uhr betreibe ich weiter Ursachenforschung für das Knarzen der Nähmaschine und reinige sie dabei. Das Knarzen lässt sich dadurch nicht beheben. Dafür befördere ich einiges hiervon aus der Maschine:

Und das, obwohl ich sie jedes Mal sauber mache, wenn ich fusseligen Stoff verarbeitet habe. Mehr kann ich allerdings erstmal nicht machen, denn die Gewitterhexe findet obermegaspannend, was ich da treibe. Eine Nähmaschine ist allerdings nichts für ein knapp 20 Monate altes Kleinkind. Also alles wieder abdecken. Gefrühstückt habe ich noch nicht, mein Mann ist aber schon dabei Brote zu machen und wir überlegen, was wir heute unternehmen, denn es sind Plusgrade und die Sonne kommt raus. Da wir schon lange nicht mehr im Zoo waren, entscheiden wir uns dorthin zu fahren. Nach dem Essen bereite ich also Proviant vor (dann muss man nichts von den überteuerten Sachen dort kaufen) und verstaue alles im Rucksack:

Gurke-Schinken-Mayo-Sandwiches

Gurke-Salami-Mayo-Sandwiches

Manduca

Grießbrei und Früchteriegel, sowie ein Keks (Pickupstyle) für die Gewitterhexe

Teeschorle für uns Erwachsene

Wasser für die Hexe

Wickelkram

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Die Manduca habe ich nur zur Sicherheit dabei, sollte der anmietbare Bollerwagen der Hexe nicht zusagen. Sie war bisher kein Fan vom Gefahren-werden (Buggy ist nach wie vor verhasst). Wir fahren so etwa viertel vor 10 los. Im Auto spielt sie mit ihrem Teddy und ihrem Tablet (ja, wir Rabeneltern haben tatsächlich Elektrospielzeug für unser Kind). Im Zoo nehmen wir erst einen normalen Bollerwagen, stellen dann aber fest, dass es auch welche mit Sitzen gibt. Findet auch die Hexe besser.

 Gleich als erstes landen wir bei den Löwen. Eine der beiden Löwendamen ist offenbar noch müde und liegt in der Gegend herum. Die andere hat eindeutig Hunger und steht vor der Türe, durch die sie den Pfleger mit dem Futter erwartet. Die Gewitterhexe kennt keine Angst, obwohl sie den Löwen grad mal bis zur Schnauze reicht. Da die eine Löwendame doch sehr unruhig ist und zu giftig (oder hungrig) zur Hexe an der Scheibe schaut, nehme ich mein Kind lieber beiseite. Nicht, dass noch irgendwer auf dumme Gedanken kommt.

Die Fenneks schlafen auch noch. Also geht es weiter. Affen sind nicht so richtig interessant, zumindest die Paviane nicht. Dafür aber Vögel. Wir können einige, sowohl innerhalb, als auch ausserhalb von Gehegen, beim Sammeln von Nistmaterial beobachten. Das findet die Gewitterhexe super spannend. Und hält tatsächlich mal gefühlte 5 Minuten still.

Besonders spannend ist es allerdings der Tierpflegerin beim Reinigen eines Geheges (eine Volaire ist ja so gesehen nicht) zu beobachten. Das findet sie richtig toll. Danach gehtes dann weiter durch den Zoo. Sie will immer mal wieder aus dem Wagen raus und selbst laufen. Dann flitzt sie durch die Gegend, dass man manchmal Mühe hat hinterher zu kommen. Blöderweise habe ich der Hexe zwar an sich den Temperaturen passende Schuhe angezogen, aber nicht bedacht, dass überall noch Pfützen sind. Turnschuhe halten nicht so wirklich gut Wasser ab und ich habe nichts zum Wechseln dabei, so dass wir sie immer wieder um die Pfützen herum leiten müssen. Die Hexe ist logisch nicht begeistert, Aufstände gibt es deswegen nicht. Dafür einen Sturz aus dem Bollerwagen, der allerdings glimpflich verlief. Zur „Halbzeit“ gegen 12 Uhr gönnen wir uns einen Kaffee und verspeisen unseren Proviant. Die Gewitterhexe aß von allem etwas: Salami-Sandwich, Fruchtriegel, Keks. Richtig cool findet sie, dass sie auf einem „Erwachsenen“-Stuhl sitzen darf und nicht bei einem von uns auf dem Schoß.

Frisch gestärkt geht es auf den Spielplatz. Dort tobt sich mein Kind nach Herzenslust aus. Vorzugsweise auf den Knien im Schmutz. Wer braucht schon Spielgeräte, wenn man Steinchen und nasse Blätter hat? Sie sieht danach entsprechend aus. Herrlich. Wir lassen sie herum wuseln, wie sie will, sie blieb ohnehin in unserem Blickfeld. Die Blicke der anderen Eltern, die von Spielgerät zu Spielgerät miteilten – unbezahlbar.

Als wir dann weiter wollen, Gewitterhexlein ließ sich bereitwillig von mir zum Bollerwagen tragen, lassen wir sie, ganz Rabenelternstyle, mit verdreckten Fingern ihren Keks weiter essen. Yeay. Habe ich erwähnt, dass mein Kind eine Menge Spaß hat? Es folgte der Besuch des Schimpansenhauses. Einer der Schimpansen sitzt draussen, als hätte ihn jemand raus geworfen. Ob er wohl Stress mit seinen Weibchen hat 😉 ?

 

 

 

 

 

Und während mein Mann und die Gewitterhexe drinnen die Affen bewundern, widme ich mich im Türbereich dreier Tierchen, an denen irgendwie alle vorbei rennen…nur doof, wenn man sich dann die Namen nicht merkt: Ich meine, es wären eine Zwergrüssel(spring)maus, ein Streifenbasilisk und eine Krötenart. Das kommt davon, wenn man der felsenfesten Überzeugung ist: Bis zuhause merke ich mir das! Nix. Siebhirn. Oder schlechtes Ablagesystem. Egal, es folgte noch der Tiger, dann war irgendwie klar, die Hexe ist müde. War dann auch schon halb 2. Also zurück zum Haupteingang, Bollerwagen abgeben und zum Auto. Das Hexlein spielt noch kurz im Auto, dann schläft sie ein. Zuhause schnell hochtragen und so wie sie ist ins Bett.

Mit dreckiger Hose (Schuhe habe ich ihr im Auto ausgezogen). Während sie noch etwas Mittagsschlaf macht, gehe ich weiter auf Fehlersuche bei meiner Nähmaschine. Google bringt mich auf die Fährte: Spulenkapsel. Es kam wohl schon vor, dass diese nach einer verbogenen eine Delle hatten und schleiften. Also Spulenkapsel ausgebaut, Maschine an, schleift immer noch. Das Loch in der Kapsel war also nicht Schuld. Hm. Da schaue ich dann nochmal genauer hin und denke: Hm, irgendwie sieht die Nadel komisch aus. Nadel raus genommen: verbogen. Echt jetzt? Ich suche eine andere Nadel raus, die definitiv gerade ist und setze sie ein. Nähmaschine an, kurz das Pedal bedient. Kein Schleifen. Es kann so einfach sein. Aber auf die Idee kommt man halt nicht, wenn man gerade erst die Nadel gewechselt hat, nicht wahr? 

Heißt, ich kann dann am Montag, ich erwähnte Wäsche und Fußball, die Tragen oder zumindest eine Trage fertig nähen. Nachdem wir den CD Player, den wir diesen Montag gekauft haben umgetauscht haben. Der verweigert nämlich schon wieder den Dienst. Und das, obwohl angeblich extra für Kinder produziert. Blöde, weil das Gewitterhexlein so gerne Musik hört.

Mein Mann macht Burger, die Gewitterhexe wird nach nur einer Stunde Schlaf wieder wach. Grund: Hunger. Ein bisschen kuscheln, essen, meckern, stillen, noch mehr essen und dann geht es ihr irgendwann wieder gut. Wir schauen Fußball, spielen mit ihr. Irgendwann will sie duschen, also geht mein Mann mit ihr und wäscht dann gleich die Haare mit. Dann flitzt sie im Bademantel durch die Gegend. Immer wieder mal will sie auf die Toilette oder ihr Töpfchen, einmal hat es bisher geklappt. Ansonsten fehlt noch etwas die Geduld zum sitzen bleiben. Egal. Dann kommt es halt so, bei Fliesen ist das schnell weg gewischt. So richtig kann sie sich mit den Windelslips auch nicht (obwohl sie die super runterziehen kann). Schwierig und spannend zugleich.

Um viertel nach 17 Uhr ist sie dann doch total müde und wird vom Papa ins Bett gebracht. Darf nur er, wen er da ist. Als sie dann schläft, unser übliches Restprogramm für normale Samstage: Fußball/Simpsons (je nachdem, was interessanter ist). Ich schaue noch nach ein paar Stellen. Wir gehen zur Zeit beide recht früh zu Bett, so dass spätestens 21:30 Uhr generell das Licht aus ist.

Der Ausflug hat uns allen gut getan. Die Hexe hat sich ausgepowert, wir konnten zumindest geistig neue Energie schöpfen. Und nun mal sehen, was die neue Woche so bringt.

 

WMDEDGT? – Tagebuch bloggen, 5.des Monats

Drauf gestoßen bin ich schon vor einer Weile, jetzt mache ich dann auch mal mit bei Frau Brüllens Was machst Du eigentlich den ganzen Tag – Tagebuch bloggen.

3:15 Eine ziemlich unruhige Nacht ist zuende. Stillen und versuchen das Gewitterhexlein nochmal zum Einschlafen zu bewegen. Keine Chance, um 4 Uhr klettert sie aus dem Bett. Das ist mehr als eindeutig.

4:30 Die Eckzähne kommen durch, kein Wunder, dass die Nacht so war. Denke ich mal. Das Gewitterhexlein frühstückt, ich mache Kaffee.

6:30 Mein Mann kommt von der Nachtschicht nach Hause. Er beschäftigt das Hexlein, damit sich mein Kreislauf wieder fangen kann, der gerade dabei ist in den Keller zu wandern (warum, gibt es da was umsonst?).

8:30 Gemeinsames Frühstücken mit Aufbackbrötchen. Ganz Rabenelternmäßig läuft der Fernseher mit MasterChef. Das läuft schon seit 6 Uhr, anders hätte ich meine Augen nicht offen behalten können. Und gegen eine Kochsendung ist nicht viel einzuwenden. Hexlein interessierts nicht wirklich, sie spielt mit ihrem Musikzug oder will mich mit imaginärem Essen füttern.

ca. 9:30 Wir ziehen uns an, eigentlich wollen wir einkaufen und spazieren, letztendlich wird es nur ein kurzer Einkauf bei Alnatura. Quetschievorrat auffüllen. Momentan, neben Joghurt, das einzige Lebensmittel, das das Hexlein gern zu sich nimmt. Kauen ist doof, offenbar drücken die Backenzähne gemein. Der vorletzte Eckzahn ist durchgebrochen, der letzte fast durch. Fehlen wirklich nur noch die letzten paar Backenzähne. Darauf zeigt sie auch, wenn man sie fragt, ob ihr was weh tut (wenn sie besonders knatschig ist).

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gg. 10:30 Mann und Kind schlafen, ich lege ich mich auch eine Runde hin, allerdings aufs Sofa.Mein Mann ist leicht erkältet, sprich er schnarcht, was mich wieder nicht schlafen lässt. Länger als eine halbe Stunde kann ich aber irgendwie nicht liegen. Naja, Powernapping ist besser als nichts. Duschen belebt auch noch etwas.

12:00 Das Kind kommt ins Wohnzimmer getappst und grinst. Wenns hoch kommt 2 Stunden geschlafen. Wo nimmt sie nur die Energie her? Sie trinkt etwas und will dann einen Quetschie. Bekommt sie, in der Hoffnung, dass ich dann in Ruhe essen machen kann. Fehlanzeige. Keine 2 Minuten später ist das Ding alle. Da hatte jemand Hunger.

12:30 Steht mein Mann auf, weil das Gewitterhexlein mich nicht in Ruhe das Essen zubereiten lässt. Man muss natürlich genau da stehen, wo Mama steht und sich zwischen Mama und Küchentheke drängeln. Ungünstig, wenn ich ein scharfes Messer in der Hand habe und mir immer wieder ein kleiner Popo gegen die Beine gehauen wird. Weil wir heute eben alle etwas in den Seilen hängen, gibt es heute einen spanischen Wintersalat mit Chorizo. Suuuperlecker! Das Gewitterhexlein isst lieber etwas Rosinenbrötchen, ok, ist auch weicher, als Salat.

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Gegen 14:30 geht mein Mann duschen. Hexlein will dabei im Bad bleiben. Ich gehe wieder ins Wohnzimmer, will die Zeit nutzen und nach einer Spielküche schauen. Irgendwann wundere ich mich allerdings doch, dass die Duscherei so lange dauert, selbst für meinen Mann. Nicht lange nach diesen Gedanken kommt ein nacktes, noch etwas nasses Hexlein angeflitzt. Offensichtlich wollte sie wieder unbedingt mitduschen. Seit neuestem wird sie richtig zur Wasserratte (soviel zum Thema, man muss früh mit der Wassergewöhnung anfangen…). Wir ziehen ihr nur einen Body und Socken an, damit sie nicht auskühlt und lassen sie ohne Windel. Gefällt ihr besser und seit neuestem findet sie ihr Töpfchen interessant. Es landet zwar noch nichts drin, weil sie direkt wieder aufsteht, aber so lange sie Spaß dran hat und für für ein eventuelles Erfolgserlebnis ist die Windel halt ab. Zumal sie meist so in dem Dreh, wo sie müsste, drauf geht (nicht lange danach kommt meist was).

Dann will das Hexlein nochmal was aus dem Kühlschrank haben und entscheidet sich für Joghurt und Käse. Vom Joghurt isst sie die Hälfte, den Käse probiert sie und dann zerpflückt sie ihn und legt ihn den Kaninchen hin. Irgendwie süß. Sie teilt ohnehin gern ihr Essen mit ihnen. Nur, dass die eben nicht alles mögen. Aber das muss sie ja erstmal lernen. Ich sammele den Käse ein, spüle ihn kurz ab und esse ihn selbst.

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Um 16:30 muss mein Mann los zur Nachtschicht. Wir verabschieden uns, heute zur Abwechslung mal ohne großes Abschiedsdrama. Das Gewitterhexlein hat schon recht dicke Augenringe. Also frage ich sie, ob sie Schlafsachen anziehen möchte. Sie nickt. Beim Anziehen und Wickeln gähnt sie auch seeeehr herzhaft. Eindeutig müde. Ich gebe ihr ihre Wasserflasche und sie dackelt ins Schlafzimmer. Das macht sie auch nur, wenn sie müde ist, also von allein ins Schlafzimmer gehen. Genauso, wie sie freiwillig mitkommt zum Wickeln, wenn sie selbst merkt, dass die Windel voll ist.

18:00 Das Gewitterhexlein schläft. Einschlafbegleitung kann so unglaublich anstrengend sein. Obwohl sie saumüde ist, kommt sie lange nicht zur Ruhe. Schmeisst die Beine in die Luft, tritt um sich, ich werde gehauen und gekratzt. Ich weiss, sie macht es nicht, um mich zu verletzen. Ich sage ihr natürlich, dass es mir weh tut. Vermutlich hängt es damit zusammen, dass sie irgendwie nicht zur Ruhe kommt, ich weiss es nicht. Es fällt mir schwer zu entschlüsseln, was sie will. Vielleicht ist es auch ein bisschen wach halten. Man könnte ja was verpassen. Stillen zum Einschlafen funktioniert grad abends gar nicht, sobald sie neben mir liegt, reisst sie sich selbst wieder aus dem Einschlafen heraus. Zum Mittagsschlaf und nachts funktioniert es besser. Aber irgendwann siegt dann doch der Schlaf.

Ich geniesse jetzt meine restliche „Freizeit“, werde eine Kleinigkeit essen und dann vermutlich spätestens um 21 Uhr im Bett liegen. Wahrscheinlich früher. Die Chance ist groß, dass die Nacht wieder recht früh zuende ist (was sich nicht beeinflussen lässt).