Ich habe eine Idee (mal wieder)

Und diese lässt mich so gar nicht los. Auch wenn ich nicht so richtig weiss, wie ich sie beschreiben soll. Ich versuche es einfach mal. Bitte nicht wundern, die Gedanken sind etwas unsortiert.

Was mich gerade umtreibt, sind die vielen Geschichten, die ich in Bezug auf Kinderbetreuung höre oder auch selbst erlebe. Damit meine ich nicht das Für und Wider, noch irgendwelche Studien, warum Kinder unter drei, und am besten alle Kinder, nicht in Betreuung sollten. Nicht jeder hat da eine Wahl und über das Für und Wider kann man bekanntlich kontrovers diskutieren. Nein, mir geht es darum: Wenn die Entscheidung gefallen ist, was passiert dann? Was erlebt man so, wenn man sich dann informiert, sich die unterschiedlichen Krippen ansieht. Sich über Konzepte informiert. Bewerbermarathons bei privaten Anbietern hat. Und wie sieht es dann hinter den Kulissen aus, wenn man einen Platz hat (Stichwort Eingewöhnung)? Oder später, wenn das Kind schon etwas länger hingeht (Stichwort Entwicklungsgespräch)? Oder oder oder… Es gibt da so vieles.

Versteht Ihr, wenigstens ungefähr, was ich meine? Diese Geschichten, Erlebnisse ich würde sie gern sammeln. Und dann, hm, ein Buch daraus machen? Ans Ministerium schicken, damit klar wird, was für Riesenunterschiede es gibt? Damit klar wird, dass der Rechtsanspruch nicht reicht, sondern auch allgemeingültige Standards her müssen (die sowohl umsetzbar, als auch einklagbar sein sollten)? Oder beides, Veröffentlichungen erhöhen immer den Druck…

Was meint Ihr? Yeay or Nay? Top oder Flop? Dabei oder nicht? Ich bitte um ehrliches Feedback!

Comments

  1. Ich glaube, mit einem Buch würdest Du die Emotionen vieler Eltern bedienen. Im Ministerium beeindruckst Du damit niemanden. Im besten Fall gelingt es Dir, ein bisschen lästig zu sein.

    Die Frage ist: Was willst Du bezwecken? Und dann kommt die nächste Frage: Wie kannst Du das erreichen? Frage Nummer 3: Welchen Preis zahlst Du dafür und bist Du bereit dazu? Der Rest ist einfach.

    Egal was Du tust, das Kind wird schon groß werden. Aber ich würde keine Energie darauf verwenden, gegen Windmühlen zu kämpfen. Die kannst Du lieber dem Kind zukommen lassen.

    1. Ein bisschen lästig ist besser als nichts. Die Emotionen bedienen, ja das würde sicher passieren, andererseits ist es nicht verkehrt, wenn sich Eltern mal nicht total allein gelassen fühlen.
      Um jeden Preis läuft bei mir ohnehin nichts. Deswegen lote ich vorab auch in Ruhe aus, ob und was Sinn macht. Entweder hole ich mir dann noch jemanden mit ins Boot oder lasse es. Windmühlen sind nicht (mehr) so meins.

  2. Sehr gute Idee. Ich habe auch schon die volle Bandbreite gesehen. Ich finde es schlimm, dass insbesondere Eltern ohne Auto so schlecht ausweichen können, wenn es in ihrer Nähe nur schlechte Kitas gibt. Es wird immer Kunden auch für schlechte Kitas geben und zwar aus Not. Das muss sich ändern.

    1. Ja zum Beispiels sowas oder es gibt gar keine KiTa in der Nähe. Oder nur eine superteure private und man muss dann erstmal klagen, damit die Stadt die KiTa bezahlt, weil ein langer Weg nicht zumutbar ist. Es gibt so viele Geschichten und Erlebnisse, die irgendwo untergehen, aber in die Öffentlichkeit gehören.

      1. Ja, das sehe ich auch so. Ansonsten redet man sich die Kitasituation weiter öffentlich schön. Obwohl es ja auch kritische Stimmen gibt. Insbesondere „Die Zeit“ hat sich intensiv mit der Kitaqualität befasst und viele kritische Artikel geschrieben. Sehr lesenswert.

          1. Deine Idee ist klasse. Insbesondere die, Erfahrungen von Eltern zu sammeln. So bekommen die vielen Eltern, die sich mit Problemen herumschlagen müssen, eine Stimme. Man könnte zusätzlich auch positive Berichte sammeln, nämlich die, die zeigen, wie es funktioniert. Dies nur als Idee.

  3. Die Idee ist gut. Eigentlich hast Du ja zwei verschiedene Bücher beschrieben. Einmal fürs Ministerium, was vielleicht eher eine sachliche Darstellung von Situationen und Abläufen wäre. Und einmal für Eltern, eher das Emotionale, lustige Geschichten eben, vielleicht auch mal mit einem Tränchen oder einem Zwinkern im Auge.

    1. Jein. Nicht nur lustige Geschichten, schon auch die ernste Seite. Damit klar ist, Rechtsanspruch allein reicht nicht. Ob das überhaupt ans Ministerium ginge, ich weiss nicht. Es wäre eine Idee, allerdings müsste die dann auch von allen mitgetragen werden.
      Mein persönlicher Favorit in der Hinsicht wäre immer noch ein Generalstreik aller Eltern, aber das ist nicht umzusetzen.

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