Don't feed the Troll. In the real life. oder Unnützes einfach unnütz sein lassen

Nachdem ich mich jetzt doch eine Weile um einen neuen Beitrag „gedrückt“ habe (ihr kennt das, man hat eine Idee, aber irgendwie will die nicht aus dem Kopf raus), komme ich nun endlich mal wieder dazu etwas aufs virtuelle Papier zu bringen. Wieder einmal mit meinem Töchterlein im Arm, dass nach einer spannenden Essenserforschung zum Mittag, beim Stillen eingeschlafen ist.

Es kennt sicher jeder, diese komplett überflüssigen Situationen im Leben in denen man sich einfach nur aufregen will (und es auch oft tut). Mit Kind scheinen sich diese Situationen noch zu häufen. Da gibt es verständnislose Menschen, sich einmischende Menschen und Menschen, die denken, dass Vorgaben für sie nicht gelten. Immer wieder kommt es zu Momenten, in denen man sich entscheiden muss: Aufregen oder sein lassen? Jetzt erst Recht noch provozieren oder auf Durchzug stellen? Besonders schwierig wird es dann, wenn man im Recht ist. Die Versuchung, dass dann auszuspielen ist enorm hoch. ABER, nicht nur im Netz gilt: Don`t feed the troll. Den Troll nicht füttern, ein Ratschlag, der im Grunde nichts anderes besagt als: Nimm den schweren, aber besseren Weg. Nicht aufregen, nicht sticheln, weil es soviel Spaß macht, nicht provozieren. Durchatmen und es einfach sein lassen, was es ist. Unnütz. Nicht schlecht genug, um den Tag zu verderben, nicht gut genug, um ihn zu verbessern. Einfach nicht nützlich.

Und so schwer es sein mag etwas zu überhören, jemanden nicht in seine Schranken zu weisen,so dürfen wir eins nicht vergessen – denn wir das tun, werden wir selbst zum Troll. Es sind immer Menschen, die mit uns in diese unnütze Situation geraten. Für sie ist die Situation genauso blöd, genauso nervig, genauso überflüssig. Manche Menschen reden erst und denken dann. Manche Menschen handeln einfach und denken dann erst über die Konsequenzen nach.Nicht jeder geht so unendlich reflektiert durchs Leben, dass ihm selbst das nicht auch passieren kann. Daran sollten wir immer denken, wenn uns in solchen Momenten ein „Ja, aber“, „Sie wissen aber schon“ oder ähnliches über die Lippen will, nachdem die Situation entstanden ist. Fällt mir zugegebenermaßen auch nicht immer leicht, vor allem, wenn mein Gegenüber ins rechtfertigen verfällt. Doch es gelingt mir immer besser mich innerlich zurück zu pfeifen. Ich habe nicht das Recht mein Gegenüber auf diese eine Situation zu reduzieren.

Es braucht etwas Übung, wie alles, was mit dem achtsamen Umgang miteinander zusammen hängt. Doch es lohnt sich. Für uns selbst. Und für unser Gegenüber.

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