Das Metta Experiment – Tag 3

Von den extrem positiven Auswirkungen der Übung mit den Sätzen der Liebenden Güte beeindruckt, machte ich mich nun an die nächste Übung.

Übung 3: Die günstigen Auswirkungen von Liebende Güte

Dieser Übung geht ein Kapitel über die Auswirkungen von metta voran. Diese wurden von Buddha präzise auf den Punkt gebracht:

  1. Du wirst leicht schlafen.
  2. Du wirst leicht aufwachen.
  3. Du wirst angenehme Träume haben.
  4. Die Menschen werden Dich lieben.
  5. Devas und Tiere werden Dich lieben. (Devas sind Himmelswesen.)
  6. Devas werden Dich beschützen.
  7. Äußere Gefahren werden Dir nicht schaden. (Mit äußere Gefahren sind Waffen, Feuer und ähnliches gemeint.)
  8. Dein Gesicht wird strahlen.
  9. Dein Geist wird heiter sein.
  10. Du wirst friedvoll sterben.
  11. Du wirst in glücklichen Daseinsbereichen wiedergeboren.

Es sei hier kurz angemerkt, dass mit Satz 7 nicht gemeint ist, dass wir unverwundbar werden. Es geht hier um die innere Einstellung, die wir zu äußeren (Gewalt-)Einwirkungen entwickeln (ja, auch dies hat wiederum mit Achtsamkeit und der Akzeptanz der gegenwärtigen Situation zu tun).

Die Übung wird damit begonnen, über die positiven Auswirkungen, die die Kultivierung von metta mit sich bringt, nachzudenken. Dabei darf man sich sicher sein, dass diese Auswirkungen tatsächlich echt sind und auch für einen selbst wahr werden. Denn die Vorteile, die die Ausübung von metta mit sich bringt, sind die Folgen aus der zunehmenden Achtung vor sich selbst und anderen, von der daraus entstehenden Freundlichkeit und einem Leben in Harmonie. Wenn man möchte, kann man die 11 Sätze während der Meditation rezitieren (gesprochen oder in Gedanken). Dies ist jedoch kein Muss, denn diese Übung soll vor allem Sicherheit und Freude bringen. Wir sind uns unseres tiefen Wunsches nach Glück bewusst und wir können uns sicher sein, dass wir dieses Glück erlangen können.

Ich habe diese Übung wiederum einmal abends und einmal morgens jeweils 15 Minuten praktiziert. Die 11 Sätze habe ich hierbei in Gedanken rezitiert und bin von der „Du-Form“ recht schnell zu einer „Ich-Form“ übergegangen. Man ist im Rahmen dieser Übung eingeladen auch selbst eine Liste solcher Sätze zu erstellen, die das Vertrauen in die Kraft der Liebe darstellen.

Ich habe bei dieser Übung bei weitem keine so starken Empfindungen dabei gehabt, wie bei den ersten Übungen, doch es hat sich ein tiefes Gefühl der Sicherheit und Ruhe, der Gewissheit und der Akzeptanz bestimmter Umstände entwickelt. Den Grundstein haben wohl die Sätze der Liebenden Güte gelegt. Die Erfahrung, die ich bei dieser Übung machte, war bei weitem nicht so intensiv, jedoch nicht weniger wichtig für mich. Es ist schon eine sehr interessante Erfahrung, wie einfach es ist sowohl eine positive Einstellung zu einem selbst, als auch Akzeptanz und dabei ein Gefühl der Sicherheit zu entwickeln.

Schlafen tue ich übrigens seit Beginn dieses Experimentes wirklich sehr gut.

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