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Das Kinderzimmer – Kokon der Entwicklung

Das Kinderzimmer, lange war es nur der Raum, in dem wir wickeln. Mittlerweile spielt und schläft die Gewitterhexe den größeren Teil der Zeit dort. Nachts kommt sie meistens irgendwann zu uns, was vollkommen in Ordnung ist.

In ihrem Zimmer, da tobt sie sich aus. Springt auf ihrem Bett (Floorbed) herum. Klettert auf Tisch und Stühle. Malt die Wand an. Gern sitzt sie auch auf ihrem Tisch und puzzelt. Oder in ihrem Sessel und spielt mit ihrem Magnetspiel. Das ist von uns in keiner Weise initiiert, es kommt von ihr aus. Wenn sie unsere Gesellschaft wünscht, dann kommt sie und holt uns. Genauso, wenn sie etwas braucht oder Hunger hat. Auch, dass sie dort schläft, kam von ihr aus. Und ist somit für uns alle in Ordnung. Auch wenn die ersten Nächte schon etwas komisch waren. So allein, im großen Bett.

Es ist ihre eigene Welt, sie fühlt sich dort wohl und sicher. Wie in einem Kokon, in dem eine Raupe sich zu einem Schmetterling entwickelt. Es ist vor allem wunderbar zu sehen, wie sich aus diesem Spiel heraus ihre Fertigkeiten entwickeln.

Wenn ein größerer Schritt in Richtung Selbstständigkeit ansteht, möchte sie natürlich wesentlich mehr Nähe und bekommt sie auch. So gleichen sich auch die anstrengenderen Phasen immer wieder aus, wie Wellen auf dem Wasser, ein Auf und Ab.

Und sollte nun jemand Sorgen haben, sie würde alles in der Wohnung bemalen und überall auf dem Tisch sitzen, nein, das tut sie nicht. Sie weiß für ihre zwei Jahre ziemlich genau, dass nicht alles, was in ihrem Reich gilt, auch ausserhalb gilt.

Mir bleibt nun nichts weiter zu tun, als sie zu begleiten und mich an ihrer Entwicklung zu erfreuen. Die Zeit, bis der Schmetterling mir entfliegt, wird noch (viel zu früh) kommen.

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