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Blogparade Wendepunkt

Tanja von Herzbauchwerk ruft ebenfalls zu einer Blogparade auf, diese zum Thema Wendepunkt, natürlich hauptsächlich im Bezug auf das Dasein als Eltern.

Hm, Wendepunkte gab es in meinem Leben doch einige und das von früher Kindheit an. Bei mir war immer alles im Wandel, dauernd wurde ich aus meinem Umfeld gerissen. Ständig hat sich etwas geändert. Das hat sich konsequent durch mein Leben gezogen bis ich mit meinem Mann zusammen kam. Wir kannten uns damals schon ein paar Jahre und waren befreundet. Nachdem wir dann erkannt hatten, dass wir zusammen gehören und dann auch nach kurzer Zeit direkt zusammen zogen, hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl anzukommen. Das irgendwie Ruhe rein kommt. War nicht wirklich so, wir zogen nach einem Jahr nämlich um, lebten dann eine Weile in einer Pension, zogen dann in eine Wohnung und dann nach nochmal einem Jahr wieder um in unsere jetzige Wohnung. Hier wohnen wir jetzt dann doch schon ein paar Jahre. Aber, der Umzug hierher, allein schon in dieses Bundesland, hat bei mir ein „Ich bin zuhause“-Gefühl ausgelöst. Dann hier in diese Stadt zu ziehen, ja, da war recht schnell das Gefühl da „Hier will ich bleiben.“ Für manche mag das relativ normal, vielleicht langweilig wirken, für mich waren und sind das elementare Punkte in meinem Leben. Vor allem das anhaltende Gefühl genau hier richtig zu sein und hier bleiben zu wollen.

Eine Zeit lang pendelte ich zur Arbeit, arbeitete in Schichten, ebenso wie er. Bei anderen wäre die Beziehung vermutlich schon lange zerbrochen, teilweise gaben wir uns nur die Klinke in die Hand. Dann fand ich eine Stelle hier. Befristet auf zwei Jahre. Nicht lange davor war unsere große Nichte geboren worden. Da war auf einmal das Thema Kinderwunsch aktuell, so richtig richtig. Nicht nur, naja, wenns passiert, dann ists halt so. Sondern ein echter Wunsch, von uns beiden. Wir überlegten, die Befristung abzuwarten. Doch wir ahnten beide bereits, dass der Arbeitsvertrag vermutlich ohnehin nicht verlängert werden würde. Direkt auf zwei Jahre zu befristen war schon auffällig, die nach mir angestellte Kollegin bekam direkt einen unbefristeten Vertrag. Also war für uns die Entscheidung klar, wir warten nicht. JETZT fangen wir an, JETZT „üben“ wir. Ich setzte die Hormone ab, begann gleichzeitig mich mit NFP zu beschäftigen (womit wir heut noch verhüten). Es klappte tatsächlich dann auch schon nach 10 Monaten. Wenn man bedenkt, dass die Umstellung von hormoneller Verhütung recht lange dauern kann, ging es ziemlich fix. Ich wusste irgendwie direkt, dass es geklappt hat. Daher war mir klar, was der Test, wenn auch vor Fälligkeit, anzeigen würde (das Gesicht meines Mannes, als ich ihm morgens um halb 5 den Test unter die Nase gehalten habe…herrlich). Alles danach, bis auf die Scherereien mit meinem mittlerweile Ex-Arbeitgeber, war unkompliziert, die Geburt schön (und recht schnell). Und nun ist das alles auch schon wieder über zwei Jahre her. Mein Vertrag lief im November aus. Ich hänge zuhause fest, irgendwie, bin aber auch nicht wirklich traurig drum, dass wir nicht gleich einen Betreuungsplatz hatten. Ja, die Finanzen, trotzdem, ich bin froh, dass ich die Zeit mit dem Gewitterhexlein habe. Es fühlt sich trotzdem richtig an. Für meinen Mann auch.

Hm. Wendepunkt(e). Wenn ich zurück blicke, auf die vielen Wendungen, die ich in meinem Leben schon hatte, die vielen Entscheidungen, die für mich getroffen wurden, die ich getroffen habe, dann ist der wichtigste, der elementarste, schönste und einschneidenste Wendepunkt die Entscheidung, dass wir nicht mehr nur zu zweit bleiben wollen. Dass wir eine Familie gründen wollen, auch wenn uns da schon klar war, dass es nicht einfach wird (auch wenn wir nie geahnt hätten, dass es so umständlich wird).

Ruhe ist natürlich mit dem Wirbelwind nicht eingekehrt. Aber dieses schöne Gefühl endlich ein Zuhause, ein Heim zu haben. Wirklich nach Hause kommen zu können. Das ist die größte und schönste Wendung für mich.

Hier geht es zum nächsten Beitrag der Parade bei Schnuppismama.

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