Blogparade – Augen auf im Straßenverkehr #KindundVerkehr

Die Deadline für diese Blogparade gestern abgelaufen. Aber Wiebke von verflixteralltag lässt mich trotzdem noch mitmachen. Juhu, denn das Thema Augen auf im Straßenverkehr bzw. Kinder im Straßenverkehr ist ein super wichtiges Thema. Da Wiebke schon einen tollen Fragenkatalog dazu zusammen gestellt hat, nutze ich den einfach.

  • Wie verhaltet Ihr Euch mit Euren Kindern im Straßenverkehr?

Das Gewitterhexlein ist 18 Monate alt. Auch wenn sie laufen kann, wird sie in der Nähe von Straßen nach wie vor getragen. Was auch so bleiben wird, bis sie zuverlässig auf „Halt“ oder „Stop“ hört oder an einer ausgemachten Stelle wartet, wenn sie vorlaufen will. Das wird noch einige Zeit dauern, also muss sie dann da durch, zumal sie den Buggy verweigert. Ansonsten nehmen wir normal als Fußgänger oder im Auto am Straßenverkehr teil.

  • Welche Verhaltensregeln bringt Ihr ihnen bei? Und wie?

Ich finde ja generell, dass man nicht früh genug anfangen kann, wichtige Dinge zu zeigen. Nicht (nur) erklären, sondern zeigen. Gewitterhexlein geht seit Ende September in die Krippe. Wenn ich sie bringe, fahren wir zusammen mit der Straßenbahn. Auf dem Weg dorthin müssen wir über eine Ampel. Vom ersten Tag an, habe ich ihr die Ampel gezeigt. Sowohl die für die Autos, als auch für die Fußgänger. Unsere Ampel ist eine Bedarfsampel, also habe ich ihr auch gezeigt, dass man da drauf drücken muss, damit die Ampel weiss, dass man rüber will. Wir drücken also zusammen, dann schauen wir, wie die Ampel für die Autos von Grün auf Rot geht und dann wie die Fußgängerampel von Rot auf Grün springt. Mittlerweile zeigt sie immer schon von selbst die Reihenfolge, wie was gemacht wird. Das selbe gilt auch für den Haltewunsch-Knopf in der Straßenbahn. So verlockend er ist, gedrückt wird erst, wenn man auch aussteigen will.

Wenn ich sie abhole, dann müssen wir ohne Ampel über eine Straße gehen. Heisst, ich zeige ihr, dass man mehrmals nach links und rechts schauen und warten muss, bis frei ist oder die Autos anhalten. Da sie getragen wird, bekommt sie das automatisch mit, ich erkläre ihr einfach dazu, was ich mache. Damit ist es auch erstmal getan. Alle anderen Regeln kommen dann, wenn sie anfängt selbstständig am Straßenverkehr teilzunehmen.

  • Welche Regeln findet Ihr doof?

Da fällt mir spontan keine ein. Letztendlich basiert alles auf gegenseitige Rücksichtnahme.

  • Wann ist für Euch der richtige Zeitpunkt?

Wie gesagt, ich denke, man kann nicht früh genug anfangen. Wenn man bestimmte Wege regelmäßig geht und das Kind anfängt Interesse zu zeigen, und sei es nur, weil man auf der Ampel den Knopf drücken kann, kann man anfangen die wichtigsten Grundregeln zu zeigen. Ich denke, gerade die Regelmäßigkeit macht es dann einfach aus. Auch wenn Kinder z.B. fahrende Autos noch nicht erkennen, so können sie zumindest durch Vorleben lernen, dass man an einer Straße stehen bleibt. Allerdings muss man auch bedenken, dass es dauert, bis das so drin ist, wie man gern hätte und vor allem auch über Bewegungsdrang und Neugier siegen kann.

  • Habt Ihr spannende Spiele, die Ihr zum Erlernen der Verkehrsregeln nutzt?

Spiele nicht, allerdings mag das Hexlein das Buch „Jakob passt auf im Straßenverkehr“ total gern. Nicht nur, dass es das erste Buch ist, dass ich tatsächlich mal vorlesen durfte, sie erkennt vieles einfach wieder und zeigt drauf bzw. macht passende Handzeichen.

  • Dürfen Eure Kinder alleine in die Schule gehen?

Das dauert zwar noch, allerdings möchte ich schon, dass sie später allein zur Schule geht. Je nachdem, wie lange sie mich lässt, würde ich sie das erste halbe Jahr oder Jahr begleiten, danach darf sie dann selbst, wenn sie es sich zutraut. Auch, wenn das heisst mit Bus oder Tram zu fahren.

  • Mit welchen Geräten sind Eure Kinder im Straßenverkehr unterwegs?

Momentan noch im Sling oder im Auto (dort dann sicher im Reboarder). Falls es irgendwann interessant wird, dann wohl mit dem Laufrad. Da wird dann Sicherheit groß geschrieben und Helm und Schutzausrüstung getragen.

  • Aber auch: Welche Anekdoten könnt Ihr von Euren Kindern „on the road“ berichten?

Hm, Anekdoten gibt es noch keine. Nur jedes Mal einen Riesenaufstand, wenn sie nicht weiter laufen darf, sondern getragen wird, weil wir an eine Straße kommen. Allerdings hilft es oft, wenn man ihr genau erklärt, warum sie getragen wird. Dann geht es meist. Und wenn sie müde wird, ist tragen dann doch wieder toll.

Comments

  1. Hallo.

    Kinder lernen in meinen Augen zwar das „Wie“ für den Straßenverkehr, Doch wenn sie abgelenkt sind, wird das leider zu oft vergessen, Straßenverkehr ist einfach gefählich.

    Eine besondere Anekdote kann ich aber beisteuern:

    Als meine Schwester klein war gab es eine Hauskatze, die sie und auch die Nachbarskinder „adoptiert“ hatte. Für den Schulweg brauchten die Kinder etwa zwanzig Minuten. Und wie die Einschulung kam, begleitete die „Katzenmutter“ die Kinder bis zum Schultor und kam dann wieder zurück. Irgendwie hatte die Katze auch das Schulende im Gespür und erwartete dann die Kinder. Einen besseren „Schülerlotsen“ hätte man kaum finden können. Und alle, die es mitbekamen schauten belustigt auf die fünf Blondschöpfe, denen eine schwarzweiße Katze vorwegmarschierte.

    Liebe Grüße,
    Frank

    1. Genau, deswegen schrieb ich auch, dass es eben dauert, bis Kinder wirklich verstanden haben, was da auf der Straße passiert. Weswegen eine gute und lange Begleitung notwendig ist.
      Hihi, Katzen sind schon toll. Mein Kater hat damals, als ich in der Kinderkrippe in diesem Krippenwagen immer neben mir gesessen. Und sich auch nicht vertreiben lassen XD

Kommentar verfassen