Achtsamkeit, Meditation

108 Perlen der Weisheit – Nachdenken über Zufriedenheit

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„Der entscheidende Schlüssel zum Glück ist, mit dem zufrieden zu sein, was man im Augenblick ist und hat. Diese innere Zufriedenheit verändert Ihren Blick auf die Dinge, sodass Ihr Geist in Frieden verweilen kann.“ – Dalai Lama „108 Perlen der Weisheit“

Zufriedenheit – fragt man Freunde und Bekannte oder werden Umfragen gemacht, was man sich im Leben wünscht, stehen Glück und Zufriedenheit, neben Gesundheit, ganz oben auf der Liste. Das erweckt immer wieder den Eindruck, als wären diese Zustände vollkommen unerreichbar. Das liegt daran, dass wir Zufriedenheit an materielle Dinge hängen. Wir gehen davon aus, dass uns nur Werte wie Reichtum und Ruhm zufrieden und glücklich machen.

Aber brauchen wir denn dafür wirklich materielle Dinge? Sind wir wirklich glücklich und zufrieden, wenn wir uns dann endlich das heiß ersehnte neue Auto kaufen können, das nächste tolle Prestige-Objekt nach Hause holen können?  Ist das ein ehrliches, tiefes Gefühl oder nur eine Reaktion auf die ausgeschütteten Hormone? Wäre unser Leben so viel weniger wert(voll), wenn wir alle diese Dinge nicht hätten?

Wichtig ist unterscheiden zu lernen. Unterscheiden zwischen diese hormonellen Glücksgefühlen, die immer wieder schön, aber eben vergänglich sind und der tiefen inneren Zufriedenheit, die sich bildet, wenn wir feststellen, dass es doch alles gar nicht so schlecht ist. Dabei sollten wir aber nicht vergleichen im Sinne von „andere haben es viel schlechter als ich“, sondern einfach wirklich bewusst sehen, was wir an dem, was wir haben, haben. Wenn wir bewusst erkennen, dass das, was wir tun und haben gut ist, so wie es ist und den Gedanken „aber der XY hat es ja viel besser“ und den Neid ablegen können, dann erreichen wir innere Zufriedenheit. Und diese ist der Weg echtes Glück zu empfinden, das mit den schnellen und leichten Gefühlen von Glück, dass die materielle Welt uns schenken kann. Auch wenn dieses ab und an nicht falsch ist. Wir dürfen nur nicht dem Wunsch erliegen, es festhalten zu wollen, sondern es einfach in dem Moment geniessen, in dem es geschieht.

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