10 facts about me – was man über mich wissen sollte

Gesehen bei Anny Page, initiert von Elli

Ich schreibe ja nun schon eine ganze Weile hier, eine richtige Vorstellung gab es von meiner Seite aber noch nicht. Man kann zwar sicher viel in meinen Texten und Kommentaren heraus lesen, aber ich glaube, so langsam sollte ich mich doch mal etwas vorstellen. Was nicht einfach ist. Ich mag Vorstellungsrunden überhaupt nicht, weil ich mich normal nicht in der Lage sehe, meine Person so komprimiert zusammen zu fassen. Oder so aufzuplustern, dass es nach etwas klingt. Dennoch will ich versuchen, 10 Fakten über mich zusammen zu bekommen, so dass ihr noch mehr von mir erfahrt (und vielleicht auch ein bisschen Spaß habt).

  1. Ich bin ehrlich. Und sage, was ich denke. Manchmal diplomatisch, manchmal auch grad so, wie sie mir in den Kopf kommen. Meistens versuche ich mich allerdings an dem Spruch „Die Wahrheit sollte ein Mantel sein, in den mein Gegenüber hinein schlüpfen kann“ zu orientieren. Funktioniert bedingt. Manche wollen sich damit dann auch einfach nicht auseinander setzen. Oder finden Lügen einfacher. Beides nicht meins. Aber auch ich muss mir nicht jeden Schuh oder Mantel anziehen.
  2. Ich habe Abitur, eine abgeschlossene Ausbildung als Buchhändlerin und habe etwas in diesem Beruf gearbeitet. Damit endet dann auch schon die Geradlinigkeit meines Lebenslaufes. Er ist bunt, hat mich hierhin und dorthin getrieben. Ich habe viele Menschen kennen gelernt, viel gesehen, habe mich für mich selbst sortieren können und bin mit mir (weitestgehend) im Reinen.
  3. Ich bereue nicht eine Erfahrung in meinem Leben. Bereuen ist Zeitverschwendung.
  4. Ich hätte nie gedacht, dass es so unglaublich fordernd sein kann Zeit mit seinem Kind zu verbringen. Nicht, weil sie besonders anstrengend wäre. Das Lerntempo der Hexe überfordert mich teilweise enorm.
  5. Ich liebe Sprachen. Keine Ahnung warum, ich bin nicht mal besonders neugierig. Ich mag es einfach. Vielleicht, weil jede Sprache ein eigenes Muster hat, nach dem sie funktioniert. Das zu erschliessen macht mir Spaß.
  6. Apropos Muster, vieles in unserem Alltag verläuft nach Mustern. Das ist faszinierend. Während meiner Arbeit in der Betrugsprävention ist mir das sehr aufgefallen. Hat man so ein Muster erstmal durchschaut, erkennt man es immer wieder.
  7. Ich bin bei weitem nicht so geduldig, wie ich nach aussen wirke. Nur, weil ich nicht bei allem gleich stöhnend die Hände in die Luft reisse, heisst es nicht, dass es mich nicht stört. Oder ärgert. Ich behalte einfach vieles für mich. Vor allem, wenn es im Großen und Ganzen einfach mein Problem ist, damit muss ich nicht zwangsläufig immer andere belästigen. Und, je mehr ich mich auf den aktuellen Moment fokussieren kann, umso weniger Zeit und Energie verwende ich darauf, über etwas zu lamentieren.
  8. Ich mache immer mehrere Dinge gleichzeitig. Nicht, weil ich Multitasking so toll finde, sondern weil mein Gehirn die Beschäftigung braucht. Ich kann teilweise nur effektiv arbeiten, wenn ich noch irgendetwas dazu mache.Wobei ich es schon geschafft habe, über eine Sache zu sprechend und etwas komplett anderes in einem Chat zu schreiben. Gleichzeitig. Ohne, dass jemand etwas gemerkt hätte. Braucht sehr viel Konzentration. War ein extrem Versuch, einfach um zu sehen, ob es geht.
  9. Ich merke jeden Tag, wie sehr ich mein Kind liebe. Und gleichzeitig, wie sehr ich meinen Mann liebe. Wie glücklich ich bin, beide zu haben. Das stimmt mich wiederum positiv, dass alles schon irgendwie ergeben wird.
  10. Ich habe ewig nicht mehr formell meditiert. Ich komme einfach nicht dazu. Dafür übe ich sehr viel informell, bringe soviel Achtsamkeit, wie möglich in meinen Alltag. Man kann übrigens auch mehrere Dinge gleichzeitig achtsam tun.

 

Comments

  1. Wie lieb das du uns erwähnst 🙂 darüber freue ich mich sehr <3 ….und von dir zu lesen! Bereuen ist Zeitverschwendung, ist bei mir hängen geblieben, weil er so schön kurz und prägnant ist und sooo wahr!…. Ich finde Lügen so unnötig wie drumherum zu reden…ist bei mir fast gleich auf….direkt sein finde ich klasse! Was fühle ich, was denke ich in Bezug auf,… und es können sinnvollere und tiefere Gespräche entstehen…Früher habe ich viel mehr Dinge gleichzeitig gemacht, aber da bin ich jetzt ruhiger geworden. Und das fühlt sich für mich besser an, aber dir Respekt *high5geb*…das mit dem schreiben und reden gleichzeitig….mir ist das jetzt nicht bewusst aufgefallen, dass ich das machen könnte, wobei ich meinem Schatz zuhören und gleichzeitig schreiben kann mmh…das muss ich mal testen *neugierig*…….Ganz liebe Grüße an dich

    1. Ich lese Euren Blog sehr gern und freue mich, wenn ich dann solche Anregungen und neue Blogs zum Lesen finde.
      Ich habe das mit dem das eine Schreiben und was anderes Reden wirklich nur einmal probiert. Es verbraucht ernorm Konzentration. Ich wollte einfach nur sehen, ob das geht.
      Lügen, Small Talk, Drum rum reden, alles überflüssig. Es zeigt aber auch, wie unachtsam Menschen miteinander kommunizieren. Wahrscheinlich gäbe es weniger Missverständnisse und Missgunst, wenn wir mehr darauf achten was und wie wir miteinander sprechen.
      Bereuen ist wie Grübeln. Dazu gibt es so einen herrlichen Spruch: Grübeln ist wie schaukeln. Man ist beschäftigt, aber kommt nicht vorran. Bereuen und Grübeln, das raubt einfach Zeit und Lebensqualität, wenn ich immer mit „ach wenn“ oder „ach hätte ich doch“ oder „wenn doch nur“ beschäftigt bin.

      1. Ohhh und wie du recht hast..das mit dem Schaukeln höre ich zum ersten Mal aber auch das finde ich mega…und danke für das Kompliment, das freut mich echt total! Kommunikation ist echt eins der schön-schwierigsten Themen hahaha…..

        1. Der Spruch ist so toll, ich glaube, der kommt nach unserem Umzug an die Wand.

          Kommunikation ist ein so umfassendes Thema, da kann man nicht genug drüber reden oder schreiben und sich austauschen.

          1. Das ist eine echt gute Idee 😉 ….ja viele Menschen glauben sie kennen die Kommunikationsregeln, ich ja auch…. aber man verfällt echt oft in seine alten Muster bis man es eben merkt….

          2. Womit wir wieder beim Thema Muster wären. Im Grunde gibt es gar nicht so viele Regeln: Einfach Mal nicht 1000 Sachen nebenher machen, sondern mal wirklich aufmerksam sein, wenn jemand mit uns spricht.

Kommentar verfassen